Projekt
Ursprünglich plante die SGV die Generalrevision des Dampfschiffs Unterwalden ab Herbst 2010.
Aufgrund eines Entscheids des SVTI[1] bezüglich des Zustandes der beiden Originaldampfkessel wurde die Betriebsbewilligung durch das BAV[2] jedoch nur bis Ende der Saison 2008 erteilt. Aus diesem Grund begannen die Arbeiten bereits im Herbst 2008.
Die SHIPTEC (Geschäftsbereich der SGV) erhielt 2007 durch den Verwaltungsrat den Auftrag eine Vorstudie für die bevorstehende Generalrevision zu erarbeiten.
Im Rahmen dieser Vorstudie wurden drei Varianten untersucht. Die Kosten variierten zwischen CHF 4 Mio. für die Variante 1 (minimale Umbaumassnahmen um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen) bis zu CHF 10 Mio. für die Variante 3 (umfangreiche Generalrevision, inklusive Rückbau zum "weitgehenden Originalzustand" von ca. 1920 bis 1960).
Der Verwaltungsrat genehmigte im Dezember 2007 das Vorprojekt und die Variante 3. Zur Projektüberwachung wurde wie bei vorangegangenen Generalrevisionen eine Baukommission beauftragt.
Für die Finanzierung der Generalrevision wurde ein Beitrag von CHF 3 Mio. und zusätzlich ein zinsloses Darlehen von CHF 1 Mio. vom Verein der Dampferfreunde der SGV zugesichert.
Auf Antrag der SGV wurde am 1. Juli 2008 das Dampfschiff Unterwalden durch das Bildungs- und Kulturdepartement des Kantons Luzern unter Denkmalschutz gestellt. Die Kantonale Denkmalpflege hat ein Unterstützungsbeitrag an die Sanierungskosten von CHF 0.9 Mio. zugesprochen. Im Weiteren wird das Projekt vom Lotteriefonds der drei Kantone Luzern, Nid- und Obwalden sowie Pro Patria im Umfang von insgesamt CHF 220'000 unterstützt.
Im November 2008 wurde das Schiff ausser Betrieb genommen. Im Januar 2009 erfolgte der Stapelgang in die Werfthalle. Seither sind die Planungs- und Umbauarbeiten im vollen Gange. Die Inbetriebnahme soll im Frühjahr 2011 erfolg
[1] Schweizerischer Verein für technische Inspektionen
[2] Bundesamt für Verkehr